Handwerker und Heimwerker

Wer ein eigenes Haus besitzt, der weiß ganz genau, dass nicht immer ein Handwerker geholt werden kann oder muss. Kleine Arbeiten können durchaus selbst bewerkstelligt werden, das spart Geld und macht Freude. Manch einer besitzt das Talent zum Heimwerker. Bei größeren Dingen sollte jedoch unbedingt der Fachmann beauftragt werden.

Bauen fast nur noch für Handwerker

Die strengen Bauvorschriften der Gegenwart lassen es eigentlich nur zu, dass gewerbliche Handwerker am Bau arbeiten. Es ist einfach schwierig für den Laien, alles den Normen entsprechend auszuführen. Die Vorgaben der Ingenieure und Architekten erfordern den Fachmann, welcher nach den Plänen arbeitet. Nur so wird der Bau nach Beendigung einwandfrei von den zuständigen Behörden abgenommen. Aber es erfüllt einen Bauherrn sehr, wenn er und seine Familie als Heimwerker am eigenen Haus etwas schaffen können. Das erhöht die Identifikation beim Bauen. Deshalb sollte trotzdem versucht werden, so viele Tätigkeiten wie nur möglich selbst auszuführen. Tapezieren und Streichen zählen auf jeden Fall zu den Aufgaben, die versierte Heimwerker übernehmen können. Mit viel Geschick könnte sogar der Fußboden selbst verlegt werden. Übung macht den Meister, oft werden Ergebnisse erreicht, mit denen so vorher niemand gerechnet hätte. Der Außenbereich stellt immer ein ausreichendes Betätigungsfeld für den Heimwerker dar. Das Anlegen des Gartens fordert den Schöpfer im Menschen und bringt erfüllende Ergebnisse. Arbeiten an der Haustechnik, der Elektroinstallation oder dem Wärmeschutz sollten jedoch immer dem Profi überlassen werden. Nur dann zahlen im Ernstfall Versicherungen und es werden keine Strafzahlungen fällig.

Renovieren schafft Möglichkeiten

Jeder Neubau kommt nach ein paar Jahren in die Phase des Renovierens. Dann gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Wohnumfeld zu verändern. Gerade da sind Heimwerker gefragt, die ihre Ideen verwirklichen. Meist besteht zudem kein Druck mehr wie zur Bauzeit. Zeit stellt beim Renovieren einen guten Faktor dar, besonders wenn sie ausreichend zur Verfügung steht. Manchmal werden kleinere Räume gebraucht, dann kommt der Trockenbau ins Spiel. Dieser kann mit Bausätzen aus dem Handel und etwas Geschick ziemlich leicht realisiert werden. So entsteht durch den Trockenbau ein schöner Raumteiler, der später wieder einmal verändert werden kann. Der Bau von Möbeln fällt ebenfalls in die Möglichkeiten der Heimwerker. Muss es unbedingt die Einrichtung aus dem Möbelhaus sein? Wie wäre es, die eigene Küche zu bauen? War beim Neubau dazu keine Zeit, könnte es eine Herausforderung bei der zweiten oder dritten Renovierung sein. Mit eigenen Möbeln entsteht das individuelle Designerheim, welches ein Alleinstellungsmerkmal besitzt.

Treffpunkt Baumarkt

Im Baumarkt kaufen Handwerker und Heimwerker gern. Hier stehen ein breites Sortiment und eine entsprechende Fachberatung zur Verfügung. Allerdings werden in der Regel nur kleinere Mengen für den privaten Bedarf verkauft. Gewerbliche Handwerker müssen für größere Mengen beim Fachhandel einkaufen. Trotzdem kann heute in jedem Baumarkt hochwertiges Werkzeug erworben werden. Wichtig wäre, auf Garantien und Reparaturmöglichkeiten zu achten. Im Prinzip gewähren die meisten Anbieter mittlerweile eine Garantie von drei Jahren ohne Aufpreis. Gerade teures Werkzeug muss sich preisgünstig reparieren lassen. Das bedeutet nicht zuletzt einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit. Die Baumärkte verfügen meist über ein engmaschiges Netz an Vertragswerkstätten.